Aktuelle Position: Teichwirtschaft » Der Mittelfränkische Karpfen
Aktuelles Datum 17.11.2017 22:23


Der Mittelfränkische Karpfen

In Mittelfranken wird der Karpfen in Naturteichen aufgezogen. Im allgemeinen reicht bei der heutigen Besatzzahl die Naturnahrung zur Aufzucht der Karpfen nicht aus. Es muss zugefüttert werden. Das ideale Beifutter für die Aufzucht von Speisekarpfen ist Getreide.

Getreidefütterung

Futterdiagramm
Die zu fütternde Menge an Getreide sollte wie folgt verteilt werden: Mai 5/10%, Juni 20/30%, Juli 30/40%, August 20/30% und September 10/20%

In der Mittelfränkischen Teichwirtschaft werden Wintergerste, Weizen, Roggen und seit einiger Zeit Triticale zugefüttert.
Eine Roggenzufütterung in den letzten 4 - 6 Wochen der Fütterungsphase verbessert die Fleischqualität beim Karpfen.
Ideal für ein sehr schmackhaftes und festes Karpfenfleisch ist eine reine Roggenzufütterung von Anfang an.


Futterqualität = Fleischqualität = Geschmack

Karpfenquerschnitt

Damit der Karpfen bei Getreidefütterung auch wächst, muß ausreichend Naturnahrung zur Verfügung stehen, da in der Naturnahrung ein sehr hoher Anteil der zum Muskelaufbau benötigten essentielen Aminosäuren (z.B. Methonin, Lysin, Cystin) enthalten ist. Bei einem richtigen Verhältnis Naturnahrung und Getreidezufutter wachsen die Karpfen optimal ab. Bei Zufütterung von Getreide soll der Naturzuwachs mindestens 55% des Gesamtzuwachses ausmachen, um eine gute Fleischqualität zu erzeugen. Es ist also wichtig, auf den Erhalt und die Förderung der Naturnahrung besonders großen Wert zu legen.


nach obennach oben
Letzte Änderung am 05. Mai 2005
© 2004 - 2017 Fischerzeugerring Mittelfranken e. V.